ehemalige Zigarrenfabrik

In der Blütezeit der Zigarrenherstellung zwischen 1910 und 1914 gab es in Achim etwa 19 Fabriken. Jede der Fabriken beschäftigte bis zu 100 Arbeiterinnen und Arbeiter. In den Gebäuden der heutigen Grundschule am Paulsberg war zwischen 1853 und 1931 die erste Achimer Zigarrenfabrik, gegründet von den Bremern Dreyer & Pollius. Sie spielte eine wichtige Rolle in der Industrialisierung der Stadt und wurde zur Keimzelle der lokalen Arbeiterbewegung. Die Zigarrenarbeiter engagierten sich früh politisch und gründeten im Jahr 1865 die erste deutsche Gewerkschaft. Die Fabrik wurde mehrfach erweitert, musste aber im Jahr 1931 wegen Rohstoffmangel und des Siegeszugs der Zigarette schließen. Im Jahr 1933 kaufte die Stadt Achim das Gebäude und nutzte es während der NS-Zeit zeitweise als Arbeitslager. Seit 1973 ist es eine Grundschule.