Achimer Mühle

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde um 1651 auf dem Geestrücken bei Achim eine erste Bockwindmühle errichtet. Damit sollte die vom Krieg gezeichnete Bevölkerung mit Mehl versorgt werden. Im 17. Jahrhundert waren Mehl und daraus gebackenes Brot die wichtigste Grundlage der täglichen Ernährung, besonders für die bäuerliche Bevölkerung. Brot galt als Hauptnahrungsmittel, das satt machte, gut lagerbar war und auch in Zeiten von Not und Mangel verfügbar blieb. Da Fleisch, Obst und andere frische Lebensmittel teuer oder saisonabhängig waren, deckten Brot und Getreidebrei einen Großteil des Kalorienbedarfs der Menschen. Als die Mühle mit der Zeit baufällig wurde, beantragte der Müller Johann Heinrich Weidenhöfer einen Neubau. Im Jahr 1761 entstand an derselben Stelle die heutige Galerie-Holländer-Windmühle. Mit ihrem hohen, reetgedeckten Turm und den großen Flügeln war sie ein technisch fortschrittliches Bauwerk und wurde über Generationen hinweg als Mahlmühle genutzt. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts modernisierte man die Anlage, ergänzte unter anderem eine Windrose zur automatischen Windnachführung und später einen Elektromotor. Bis 1965 blieb die Mühle in Betrieb, ehe sie wie viele andere Mühlen ihre wirtschaftliche Bedeutung verlor. Heute ist die Mühle im Besitz der Stadt und wird von einem Verein unterhalten.
Die Kartoffel kam im 16. Jahrhundert aus Amerika nach Europa und wurde ab etwa 1570 erstmals in Deutschland angebaut, zunächst jedoch als Zier- und Heilpflanze. Erst im 18. Jahrhundert setzte sich der Kartoffelanbau in großem Stil durch. Ab dieser Zeit wurde die Kartoffel zu einem zentralen Grundnahrungsmittel und half, Hungersnöte zu verringern.
Aufnahme aus dem Jahr 2019, mit Galerie