Im Bereich der heutigen St.-Laurentius-Kirche lag bereits in sächsischer Zeit ein heidnisches Heiligtum. Archäologische Ausgrabungen unter der heutigen Kirche förderten eine Steinsetzung zutage, die entweder von einer älteren Kapelle an gleicher Stelle oder von einer vorchristlichen Kultstätte stammt. Im Bereich des heutigen Parkplatzes lag der Versammlungsplatz des Gohgerichts (vgl. Station 3).Über die genaue Gründung der Kirche ist kaum etwas bekannt. Archäologische und bauliche Hinweise, beispielsweise eine schwer lesbare Inschrift am Turm, deuten darauf hin, dass an dieser Stelle bereits um 1100 eine erste steinerne Kirche stand. Der frühromanische Charakter des Turmes und der südlichen Außenmauer lassen ebenfalls eine frühe Entstehungsphase vermuten. Zu dieser Zeit kam es in der Region zur Christianisierung bzw. zur Gründung des Bremer Bistums. Die St.-Laurentius-Kirche wurde 1257 erstmals urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert kam es zu einer entscheidenden Erweiterung des Baus. Das ursprünglich einschiffige Gotteshaus wurde um ein Querhaus und einen Chor ergänzt. Außerdem erhielt das Langhaus ein Gewölbe anstelle einer früheren Holzdecke. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Inneneinrichtung der Kirche weitestgehend zerstört. In den darauffolgenden Jahrhunderten kam es zu weiteren Umbauten, sodass die Kirche ihr heutiges Aussehen erst im 20. Jahrhundert erhielt. Trotzdem ist die lange Geschichte der Kirche bis heute sichtbar.
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