St. Magdalena
Schon im 13. Jahrhundert stand an dieser
Stelle eine Klosterkirche, die dem Orden der
Templer gehörte. Im Jahr 1312 wurde der
Orden aufgelöst, schon ein Jahr später wurde
die damalige Klosteranlage dem Orden der
Dominikaner übergeben.
Der Orden ließ in den Jahren 1496 bis 1523
eine neue Klosteranlage errichten, während die
Klosterkirche 1515 lediglich saniert wurde. Mit
der Säkularisation wurde das Kloster 1802
aufgelöst und die Gebäude fielen an die Stadt.
Im Mittelalter galt der Orden der Dominikaner
auch als die „Hunde des Herrn“, denn sie
verfolgten eine strenge christliche Lehre und
waren eifrige Missionare und Inquisitoren.
Inquisitoren waren die kirchlichen Leiter, die
Andersdenkende systematisch verfolgten.
Zudem waren die Dominikaner Treiber der
Hexenverfolgung und verteufelten alle
Andersdenkenden. Schon früh begannen sie,
den Hass gegen die jüdische Stadtbevölkerung
zu schüren.
Nach der Klosterauflösung nutzte die bayrische
Armee das Gebäude. Im Laufe der Zeit
verschlechterte sich der Zustand der Kirche
zunehmend. Im Zweiten Weltkrieg wurden die
Klostergebäude zerstört, während die
Klosterkirche diese Zeit unbeschadet
überstand. Im Jahr 1966 wurde in der Kirche
das römische Museum eingerichtet.
Nachdem im Jahr 2012 statische Probleme im
Boden des Gebäudes festgestellt wurden,
musste das Gebäude geschlossen werden.
Seitdem wird der Bau saniert, wobei es immer
wieder zu Bauverzögerungen kommt. Bis heute
ist kein Ende der Sanierungen in Sicht (Stand
12/2022).