Maximiliansplatz

Im Mittelalter stand auf dem heutigen Maximiliansplatz die Kirche Alt St. Martin. Über ihre Anfänge ist kaum etwas bekannt, im frühen 14. Jahrhundert wurde sie erstmals erwähnt. Das Patronat des hl. Martin könnte darauf hinweisen, dass es eine sehr alte Kirchengründung sein könnte, möglicherweise sogar eine Urkirche aus der Zeit der Christianisierung. Im Frankenreich zählte der hl. St. Martin zu den bedeutendsten und beliebtesten Heiligen und wurde als Symbol der Christianisierung gesehen. Ab dem 8. Jahrhundert trieben die Franken die Christianisierung nach Osten voran, um ihren Einfluss im östlichen Herrschaftsbereich zu stärken. Daher wäre es gut möglich, dass die Ursprünge der Kirche ebenfalls aus dieser Zeit stammen. Im Zuge der Säkularisation wurde die Kirche abgerissen und der umgebende Friedhof aufgelöst. Dadurch entstand der heutige Maximiliansplatz. Er wird von zwei einheitlich gestalteten Gebäuden dominiert, die beide 1737 fertiggestellt wurden. Sie wurden von dem bedeutenden Baumeister Balthasar Neumann entworfen. Seit 1933 befindet sich in den Gebäuden das Rathaus von Bamberg.