Friedrichstraße
Bis zum Ende des 17. Jahrhundert war der
Bereich der Friedrichstraße unbebaut. Felder
und Wiesen des Brandenburgischen Kurfürsten
erstreckten sich entlang der Spree. Damals
wurde das Areal zunehmend entwickelt und es
entstanden erste mehrstöckige Bauten entlang
der Straße. Zunächst hieß sie noch Querstraße.
Friedrich I. König von Preußen (*1657, †1713)
war die dörflich aussehende Bebauung der
Straße ein Dorn im Auge. Er ließ die Straße
umbenennen, verlängern und ausbauen. Ab
dem 19. Jahrhundert wurde die Bebauung
dichter und prunkvoller. Es entstanden
zahlreiche Gebäude im Stil des Historismus
und die Straße mauserte sich zu einer der
besten Adressen der Stadt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Straße
geteilt. Zwei Abschnitte lagen in Westberlin, ein
Teil befand sich in der damaligen DDR.
Aufgrund dieser Zerteilung entwickelte sich die
Straße nach den schweren Zerstörungen des
Zweiten Weltkriegs ganz unterschiedlich.
Erst durch die Wende und einen umfassenden
Umbau erhielt die Straße ihr heutiges
Erscheinungsbild. Inzwischen zählt sie zu den
teuersten und edelsten Einkaufsstraßen
überhaupt. Durch die wechselvolle Geschichte
dominiert heute moderne Architektur.