Max Plancks Erbe

Als einer der „Urväter der Quantenphysik“ gilt der Physiker Max Planck (*1858, †1947). Besonders seine Entdeckung der Quantenhypothese im Jahr 1900, als er das Problem der Schwarzkörperstrahlung löste, hatte weitreichende Auswirkungen auf die Wissenschaft. Planck zeigte, dass Energie nicht kontinuierlich, sondern in diskreten Einheiten, sogenannten Quanten, übertragen wird. Diese Erkenntnis stellte das klassische Bild von Energie in Frage und führte zu einer völlig neuen Sichtweise der Naturgesetze. Er führte die Planck‘sche Konstante h ein und zeigte, dass die Energie eines Lichtquants direkt proportional zur Frequenz der Strahlung ist. Die Formel beschreibt die Energie eines Lichtquants und wurde ein wichtiger Bestandteil der Quantenphysik. Für seine Arbeit erhielt Planck im Jahr 1918 den Nobelpreis für Physik.
Was war das Problem der Schwarzkörper- strahlung? Ein „Schwarzer Körper“ ist ein Objekt, das Licht und Wärme perfekt aufnimmt und diese Energie wieder abgibt (wie ein Ofen). Früher dachte man: Je höher die Lichtfrequenz (z. B. UV), desto mehr Energie wird abgestrahlt. Das führte rechnerisch allerdings zu völligem Unsinn (die sogenannte Ultraviolett-Katastrophe), denn es ist gar nicht möglich, dass ein Körper unendlich viel Energie abgibt. Planck fand heraus, dass Energie nicht kontinuierlich abgegeben wird, sondern nur in kleinen, festen Portionen – also „Paketen“ = Quanten. Damit konnte er eine Formel aufstellen, die perfekt zu den Messwerten passte.
Die Max-Planck-Gesellschaft hat ihren Ursprung in der Bunsenstraße 10, im ehemaligen Kameradschaftshaus der Aerodynamischen Versuchsanstalt. An diesem Ort wurde am 26. Februar 1948 die Nachfolgeorganisation der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ins Leben gerufen. Zum ersten Präsidenten wurde der Chemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn ernannt.