Hubmannshaus
Herzogenaurach blickt auf eine lange
Brautradition zurück. Im Mittelalter gab es das
sogenannte Kommunbrauhaus (das städtische
Brauhaus) nahe der Brücke über die Aurach. Im
Kommunbrauhaus konnten die Bürger gegen
eine kleine Gebühr ihr eigenes Bier aus selbst
mitgebrachten Zutaten brauen. Das Brauen von
Bier war meist die Aufgabe der Frauen, denn es
fiel unter den Bereich „Hausarbeit“.
Im Mittelalter war Bier ein durchaus beliebtes
Getränk, denn außer Wasser gab es kaum
Alternativen. Die Biere waren meist dunkel und
enthielten nur wenig Alkohol, sodass auch
Kinder Bier tranken – außerdem war die
sogenannte Biersuppe ein beliebtes Frühstück.
Damals wusste man noch nicht, dass Alkohol –
auch in geringen Mengen – für Kinder schädlich
ist.
Mit der „Privatisierung“ von Betrieben in der
Gründerzeit entwickelten sich mehrere
Brauereien. Um 1835 gab es in Herzogenaurach
neben dem Kommunbrauhaus fünf weitere
Privatbrauereien
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. Eine dieser war auch die
Brauerei Hubmann, die dem Fachwerkhaus
seinen heutigen Namen gab. Die Brauerei mit
der Mälzerei befand sich ursprünglich neben
dem Wohnhaus und wurde 1979 abgebrochen.
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https://bierkrug.wiki/2018/01/26/brauerei-hubmann-herzogenaurach/
Biersuppe basierte hauptsächlich auf Bier, das
mit Zutaten wie Brot, Gewürzen und Kräutern
angereichert wurde. Oft wurde altes Brot
eingeweicht, um eine dicke, sättigende
Konsistenz zu erzielen. Manchmal kamen auch
Fleisch oder Eier dazu, um das Gericht
nahrhafter zu machen. Biersuppe war eine
praktische Mahlzeit, die schnell zubereitet
werden konnte und den Körper mit Energie
versorgte.