Fehnturm
Der Fehnturm wurde ursprünglich als Unterer
Turm bezeichnet und bildete das südliche Ende
des inneren Stadtmauerrings (vgl. Station 4).
An einigen der Buckelquader kann man Löcher
entdecken. Sie stammen aus der Zeit des Baus.
Um die schweren Quader zu bewegen, wurden
große Zangen genutzt. Die Krallen dieser
Steinzangen griffen in die zuvor gehauenen
Löcher. Beim Straffen des Seils schlossen sie
sich automatisch.
Im 16. Jahrhundert wurde der Turm zum
„Schatzturm“. Hier bewahrte der Stadtrat seine
Steuereinnahmen auf.
Das Fachwerkhaus auf der anderen Seite der
Hauptstraße liegt deutlich tiefer als die übrigen
Häuser, denn es wurde mitten in den ehemaligen
Stadtgraben gesetzt.
Direkt vor dem Fehnturm (stadtseitig) stehen
zwei alte Ackerbürgerhäuser. Ein
Ackerbürgerhaus war quasi ein kleiner
„Bauernhof“ in der Stadt. Die alten
Tordurchfahrten sind erhalten – hier konnte der
Ackerbürger mit seinem Wagen bzw. mit dem
Vieh in den großen Innenhof gelangen.