Untere Badestube

Im Mittelalter war ein Badehaus eine wichtige Einrichtung in der Stadt. Damals hatten die Stadtbewohner noch kein eigenes Badezimmer. Man wusch sich entweder mit Wasser und Bürste bzw. Lappen an einem Waschtrog oder man nutzte das öffentliche Badehaus. Das Badehaus diente nicht nur der Körperpflege, es war auch ein beliebter Treffpunkt. In manchen Badehäusern wurden darüber hinaus auch Krankheiten behandelt. Das mittelalterliche Herzogenaurach hatte gleich zwei Badehäuser: die Obere Badestube beim Türmersturm (welche 1903 abbrannte) und die Untere Badestube (Badgasse 4). Die Untere Badestube wurde im Jahr 1416 erstmals erwähnt. Das heutige Fachwerkhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Bei dieser Fachwerkfigur spricht man von einem „schwäbischen Weible“.