Türmersturm

Mit der Erhebung zur Stadt wurde den Bürgern auch erlaubt, eine Stadtmauer zu errichten (vgl. Station 1). Diese erste Stadtmauer schützte die mittelalterliche Stadt, die sich hauptsächlich entlang der heutigen Hauptstraße erstreckte. Die bischöfliche Burg und die Kirche lagen außerhalb des Mauerrings und verfügten damals über eigene Wehranlagen. Es gab zwei Stadttore entlang der Hauptstraße, welche von Stadttürmen flankiert wurden. Das Obere Tor mit dem Oberen Turm (heute der Türmersturm) und das Untere Tor mit dem Unteren Turm (heute der Fehnturm). Vor der Stadtmauer verlief ein Stadtgraben, den man über eine Zugbrücke passierten konnte. Im Mittelalter erfüllte die Stadtmauer zahlreiche Aufgaben. Ihre wichtigste Funktion war der Schutz der Bürger vor Feinden, Räubern und Wegelagerern. Außerdem diente die Stadtmauer auch Zoll- und Rechtsgrenze, denn in der Stadt gab es andere Zölle bzw. Gesetze als außerhalb. Sein heutiges Aussehen mit der welschen Haube erhielt der Türmersturm im Jahr 1724.