Lebensraum Fluss
Der Tiroler Lech ist ein naturbelassener
Wildfluss, der sich immer wieder wandelt, sei
es, dass der Wasserstand schwankt oder sich
der Flusslauf zwischen den Kiesbänken
verändert. Das Wasser im Fluss ist sehr sauber
und reich an Schwebstoffen und Sauerstoff.
Dadurch wird der Fluss zum idealen
Lebensraum verschiedener Fischarten.
Die Koppe ist ein nachtaktiver Fisch, der bis zu
16 Zentimeter lang wird. Eine hohe
Sauerstoffkonzentration und sehr sauberes
Wasser kennzeichnen seinen Lebensraum.
Nachts sucht der Fisch Insektenlarven und
Flohkrebse am Boden des Lechs.
Die Bachforelle kann bis zu 80 Zentimeter lang
werden und zählt zu den größten Bewohnern
des Lechs. Sie ernährt sich von kleinen Fischen,
Krebsen und Schnecken. Der Lebensraum der
Forelle sind schnellfließende, kalte Wildbäche
mit viel Sauerstoff und klarem Wasser.
Die europäische Äsche wird 30-50 Zentimeter
lang und ist an den besonders großen
Schuppen zu erkennen. Diese Fische brauchen
die vielen flachen Kiesbänke im Lech, um dort
zu laichen, also ihre Eier abzulegen. Zusätzlich
muss das Flusswasser kühl, sauerstoffreich und
sauber sein, damit sich die Äsche wohl fühlt.
Höhere Wassertemperaturen aufgrund des
Klimawandels, Gewässerverschmutzung und
Eingriffe in den Flusslauf gefährden die
Populationen dieser Fischarten, weshalb der
Erhalt solcher naturbelassener Wildflüsse von
großer Bedeutung ist.