St. Petrus
Die Kirche St. Petrus (auch St. Peter genannt)
liegt hoch über dem Marktplatz und ist daher
vor dem Hochwasser der Mosel gut geschützt.
Schon im 11. Jahrhundert soll die Kirche
gegründet worden sein. Im Jahr 1156 wird sie
erstmals urkundlich erwähnt. Damals bestätigte
der Trierer Bischof die Rechte an der Kirche der
Abtei (Kloster) St. Hubert. Dieses war ein
Benediktinerkloster, welches in den Ardennen
(heutiges Belgien) lag. Es wurde bereits 687
gegründet und war ab 817 benediktinisch.
Jahrhundertelang verfügte das Kloster St.
Hubert über die Rechte an der Kirche in Lieser.
Erst 1575 erhielt das Bistum Trier die
Pfarrrechte. Zunächst war die Kirche der hl.
Katharina geweiht, erst im frühen 17.
Jahrhundert wird der hl. Petrus als Patron
genannt.
Die erste Kirche war noch geostet. Nachdem
dieser mittelalterliche Kirchenbau jedoch im 18.
Jahrhundert baufällig geworden war, errichtete
man ab 1779 ein neues Kirchenschiff, wobei der
Turm der mittelalterlichen Kirche erhalten blieb.
Da das neue Kirchenschiff deutlich größer und
länger werden sollte, reichte der alte Bauplatz
nicht für den Neubau aus, sodass man das
Kirchenschiff kurzerhand nach Norden
ausrichtete. Im Jahr 1860 brannte der
mittelalterliche Kirchturm ab, weshalb im
Anschluss der heutige Turm errichtet wurde.