Gasthof zur Post
Im Jahr 1679 wurde der Bozner Markt wieder
nach Bozen zurückverlegt. Doch Handel und
lokale Wirtschaft in Mittenwald brachen
daraufhin nicht völlig ein, denn die Händler im
Ort konnten die Kontakte über die Alpen und
ins Alpenvorland aufrechterhalten und
profitierten vom Handel entlang der weiterhin
wichtigen Handelsroute.
Der Handel führte dazu, dass immer wieder
Händler in einem der Gasthäuser
übernachteten. Schon damals (1719 erstmals
erwähnt) gab es das heutige „Post Hotel“,
welches zu dieser Zeit noch als „Gasthof zur
Post“ geführt wurde. Im 18. Jahrhundert
profitierte der Gasthof durch den florierenden
Handel und den Geigenbau. Die steigende Zahl
an Händlern, Handwerkern und Reisenden
führte 1790 zu einer Erweiterung des
Gebäudes, um den wachsenden Anforderungen
gerecht zu werden.
Auch im 19. Jahrhundert blieb der Gasthof ein
wichtiger Anlaufpunkt. Nach der Eingliederung
Mittenwalds in das Königreich Bayern im Jahr
1806 wurde das Haus zur Poststation von
Mittenwald. Mit der Eröffnung der
Mittenwaldbahn im Jahr 1888 verlor das
Gebäude zwar seine Funktion als Poststation,
entwickelte sich jedoch zunehmend zu einem
beliebten Hotel für Gäste bzw. Touristen.
Die Lüftlmalerei an der Fassade stammt aus
dem Jahr 1979 und greift Motive der
Postgeschichte auf.