Mittelring

Als Ackerbürgerstadt war Triptis jahrhundertelang von Landwirtschaft geprägt. Fachwerkbauten säumten die Gassen von Triptis – es war die mit Abstand kostengünstigste Bauweise. Die benötigten Baumaterialen wie Holz, Stroh und Lehm bekam man vor Ort. Das Material für ein Steinhaus hätte man erst in Steinbrüchen brechen und dann aufwendig transportieren müssen. Die Balken und die dazugehörigen Holzverbindungen sind die Basis eines Fachwerkgebäudes. Die für die Balken benötigten Bäume wurden mit einem Breitbeil, oder mit einer Säge im nahen Wald gefällt und noch vor Ort zugerichtet – also auf passende Länge und grob in Form gebracht. Anschließend wurden die Balken mithilfe eines Ochsen- oder Pferdekarrens zur Baustelle in der Stadt transportiert, angepasst und eingesetzt. Ohne Maschinen und Kräne war jeder einzelne Schritte sehr viel Arbeit. Die heutigen Häuser stammen vorwiegend aus den letzten etwa 200 Jahren, denn Stadtbrände und Kriege führten immer wieder zu Zerstörungen.
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typische Werkzeuge zum Bau eines Fachwerk- hauses: Breitbeil [1], Axt [2], Kreuzaxt [3], Bohrer [4], Dexel [5], Stemmeisen [6], Schrotsäge [7], Schottsäge [8]