Kirche St. Georg
Über die Anfänge der Stiftskirche zu St. Georg
ist kaum etwas bekannt. Wahrscheinlich stand
hier bereits im 11. Jahrhundert eine Kapelle
oder Kirche. Im Jahr 1191
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wurde der Bau
erstmals urkundlich als Pfarrkirche bezeichnet.
Im späten 15. Jahrhundert wurde die
romanische Kirche abgebrochen und bis um
1490 durch den heutigen, spätgotischen Bau
ersetzt. Die Eichenhölzer des Dachstuhls
wurden auf das Jahr 1474 datiert und stammen
laut der Holzanalyse aus dem Schwarzwald.
Wahrscheinlich wurden sie auf dem Neckar vom
Schwarzwald hierher transportiert.
Für die Tübinger Universität spielte die Kirche
eine wichtige Rolle, weil sie eng mit ihrer
Gründungsphase verbunden war und sich in
unmittelbarer Nähe der frühen
Universitätsgebäude befand. Der Chor der
Kirche diente zeitweise als Aula und
Versammlungsraum der Universität, bis diese
eigene repräsentative Räume errichtete. Nach
der Reformation wurde der Chorbereich zur
Grablege des württembergischen
Herzoghauses, was die enge Verbindung von
Kirche, Universität und Landesherrschaft zeigt.