Kornhaus
Das Kornhaus wurde 1453 als überdachter
Kornmarkt errichtet und ist eines der ältesten
Gebäude der Stadt. Im Mittelalter und bis weit
in die Neuzeit diente das Kornhaus als
Handelsplatz und Lagerfläche für Getreide. Im
Mittelalter wurde das Getreide gemahlen und
daraus anschließend unter anderem Brot
hergestellt. Außerdem benötigte man Gerste
zur Herstellung von Bier. Brot und Bier waren
zu dieser Zeit wichtige Lebensmittel.
Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude mehrfach
erweitert und umgebaut, unter anderem im
frühen 16. Jahrhundert. Neben seiner Funktion
als Lager- und Handelsplatz diente es auch als
Ort für öffentliche Veranstaltungen wie Feste,
Tanz und Theater.
Zwischenzeitlich wurde das Kornhaus als
Schulgebäude und im 19. und 20. Jahrhundert
von verschiedenen städtischen Einrichtungen
genutzt. Nach umfangreichen
Sanierungsarbeiten in den 1980er-Jahren
wurde es schließlich zum Museum umgestaltet.
Seit 1991 befindet sich dort das Stadtmuseum
Tübingen, der Eintritt ist kostenfrei.