Der Arzt und Chemiker Felix Hoppe-Seyler
(*1825, †1895) lebte im 19. Jahrhundert und
arbeitete mehrere Jahre an der chemischen
Fakultät auf dem Schloss. Er gilt als der
Begründer der modernen Biochemie und
untersuchte unter anderem chemische Vorgänge
des Stoffwechsels von Tieren. Er analysierte
Körperflüssigkeiten wie Blut, sowie Gärungs- und
Stoffwechselprozesse und erkannte die
Bedeutung des Hämoglobins.
Julius Eugen Schlossberger (*1819, †1860)
war Biochemiker und lehrte als Professor Mitte
des 19. Jahrhunderts an der Universität
Tübingen. Er verfasste etliche bedeutende Werke
zur Biochemie und gründete das Zentrum für
Biochemie an der Universität. In seinen
Forschungen befasste er sich mit Muskel- und
Gehirngewebe, untersuchte die Atmung des
Menschen und forschte über
Nahrungsmittelchemie.
Friedrich Miescher (*1844, †1895) war ein
schweizerischer Biochemiker, der seine
Ausbildung in Deutschland machte, unter
anderem an der Universität Tübingen. Hier
arbeitete er im Labor von Felix Hoppe-Seyler. Im
Jahr 1869 entdeckte er in Eileiterzellen das
Nuklein: den Zellkern.