Die Achimer Innenstadt liegt auf einer Geestplatte, welche bis in die Neuzeit von Mooren und Sümpfen umgeben war. Auf dieser Geestplatte bildeten sich eiszeitliche Dünen, die von Bremen bis nach Verden reichten. Bis in die Neuzeit war dieser Dünenzug die einzige hochwassergeschützte Verbindung zwischen den Städten und daher strategisch von großer Bedeutung. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung dieser Dünen im Raum Achim seit der Jungsteinzeit. Die Anfänge von Achim liegen nicht rund um das heutige Rathaus, sondern um die Kirche St.-Laurentius im alten Ortskern Achims. Bereits zu vorchristlicher Zeit soll es hier ein heidnisches Heiligtum und einen germanischen Versammlungsplatz (Thing) gegeben haben.Ende des 11. Jahrhunderts wurde Achim durch den damaligen Bremer Bischof zum Gerichtsort und im Zuge dessen im Jahr 1091 erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins frühe 19. Jahrhundert war Achim eine kleine Siedlung, die von der Landwirtschaft geprägt war. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Bremen - Wunstorf (Hannover) im Jahr 1847 wuchs der Ort über seine mittelalterlichen Grenzen hinaus. Achim, wie wir es heute kennen, entwickelte sich in den letzten etwa 200 Jahren. Im Jahr 1821 wurde beispielsweise die Obernstraße gepflastert, zuvor waren die Gassen und Wege in Achim unbefestigte Sandwege, auf denen man sich an Regentagen kaum fortbewegen konnte.
aktuelle Karte mit ungefährer Lage der Geestplatte