Weserauen

Die Achimer Geest ist Teil der norddeutschen Geestlandschaften, die während der Eiszeiten entstanden sind. Geologisch geht sie vor allem auf die Saale-Eiszeit zurück, deren Gletscher Sand, Kies und Geschiebemergel ablagerten und so leicht erhöhte, trockene Landschaftsrücken formten. Während der letzten Eiszeit erreichten die Eismassen die Region nicht mehr. Nun wirkten Schmelzwässer und Winderosion weiter, wodurch Dünenzüge und die typische sandige, nährstoffarme Geestbodenstruktur entstanden. Landschaftlich bildet die Achimer Geest einen klaren Kontrast zur westlich angrenzenden Wesermarsch: Während die Marsch tief, fruchtbar und von ehemaligen Überschwemmungen geprägt ist, liegt die Geest etwas höher, ist trockener, sandiger und von Heideflächen, Kiefernwäldern und alten Ackerstandorten gekennzeichnet. Die Geest bildete damit seit Jahrhunderten die bevorzugte Siedlungsfläche, während die Marsch vor allem landwirtschaftlich genutzt wurde.
Der Klimawandel wird auf Marsch und Geest unterschiedliche Auswirkungen haben, unter anderem weil beide Landschaftsräume sehr verschiedene natürliche Voraussetzungen mitbringen: In der Marsch wird durch den Meeresspiegel- anstieg und das daraus folgende, höherstehende Grundwasser, die Bodenfeuchte deutlich zunehmen bzw. weite Teile der Marsch werden häufiger unter Wasser stehen. Außerdem werden Starkregenereignisse und extremere Hochwasserereignisse die Marschgebiete überfluten und zu Problemen führen. In der Geest, die höher liegt und wo die Böden sandiger sind, wird dagegen der Wassermangel zum zentralen Thema. Längere Trockenperioden führen schneller zu Dürre, Waldbrandgefahr und Ertragseinbußen auf Ackerflächen. Gleichzeitig können Hitzeperioden Kiefern- und Fichtenbestände schwächen und zu erhöhtem Schädlingsdruck führen.
Die Region rund um Achim bietet mit ihren zahlreichen feuchten Niederungen ideale Bedingungen für Weißstörche. Die Störche kehren jedes Jahr im Frühjahr aus ihren Winterquartieren zurück und brüten auf eigens errichteten Horsten.